Johannisbeeren Entsaften – So geht’s

Johannisbeeren gehören zu den beliebtesten Früchten, die zwischen Ende Juni und Anfang September in vielen Gärten geerntet werden und auch auf dem Markt gekauft werden können. Die wohlschmeckende Johannisbeere verfügt über eine hohen Vitamingehalt, so dass ihr Verzehr auch für die ganze Familie gesund ist. Ein der beliebtesten Formen des Verzehrs ist der Johannisbeersaft, der auch von den Kindern besonders geschätzt wird. Der Saft ist auch die Grundlage für Gelees oder Sirup. Deshalb ist es wichtig, sich einmal über die beste Methode des Entsaftens Gedanken zu machen.

Johannisbeeren Entsaften

Johannisbeeren entsaften und in vielen Varianten genießen

Johannisbeeren traditionell entsaftet

Es gibt verschiedene Methoden, wie man die Johannisbeeren entsaften kann. Will man nicht allzu oft Obst entsaften, so kann man sich der herkömmlichen Methode bedienen, bei der die Johannisbeeren in einem Topf entsaftet werden. Dazu sollte man die Johannisbeeren zunähst von den Stängelchen lösen und gründlich waschen.

Dann werden die Beeren mit Wasser in einen Topf gegeben. Die Wassermenge sollte dabei etwa 20 Prozent der Obstmenge entsprechen. Nun wird der Topf auf größter Hitze erhitzt, bis Wasser und Obst zu sprudeln beginnen. Bei diesem Vorgang werden die Zellstrukturen aufgebrochen, so dass der Saft austreten kann.

Während des Kochens empfiehlt es sich, den Topf mit einem Deckel abzudecken, so dass die Flüssigkeit nicht entweicht. Nach einigen Minuten sind die Johannisbeeren im Wasser zu einem Mus zusammengefallen. Anschließend nimmt man den Topf vom Herd. Für eine optimale Saftausbeute sollte man dann das Mus mit einem Passierstab weiter zerkleinern.

Zum Schluss wird ein Sieb mit einem sauberen Mulltuch ausgelegt und auf einen Topf gesetzt. Das Johannisbeer Mus wird in das Tuch geschüttet. Dabei sollte man darauf achten, dass die Tuchenden nicht über den Topf herausragen, um ein Tropfen auf die Arbeitsfläche zu vermeiden.

Das Mus ist zähflüssig und daher kann es auch eine längere Zeit dauern, bis der Saft durchgelaufen ist. Am besten lässt man den Saft über Nacht durch das Sieb laufen. Am Morgen ist dass das Mus recht trocken und der Saft kann weiter verarbeitet werden.

Johannisbeersaft aus dem Dampfentsafter

Wenn man eine größere Menge von Johannisbeeren entsaften und vor allen Dingen auch häufiger frischen Johannisbeersaft zu Hause zubereiten möchte, so ist ein Dampfentsafter eine sehr effiziente Methode. Bei dieser Methode werden die Beeren gewaschen, brauchen jedoch nicht von den Stielen befreit zu werden. Die Beeren werden auf einem sauberen Küchentuch getrocknet und anschließend in den Korb des Dampfentsafters gefüllt. Der Entsafter Topf wird bis gut über die Hälfte gefüllt und dann wird der Korb aufgesetzt.

Der Dampfentsafter ist mit einem Saftschlauch ausgestattet, über den der entstehende Saft ablaufen kann, der zunächst mit einer Klemme verschlossen wird. Auf den Korb mit dem Obst wird nun ein Deckel gesetzt und der Entsaftungsvorgang kann beginnen. Sobald sich das Wasser erhitzt, steigt der Wasserdampf durch den Safttopf in den Fruchtkorb mit den Johannisbeeren.

Bei einer Temperatur von rund 70° C beginnen sie Zellwände der Beeren aufzuplatzen und der Saft tritt aus. Der Saft beginnt nun, in den Safttopf zu laufen. Von dort aus kann er über den geöffneten Ablaufschlauch in einen beliebigen Aufbewahrungsbehälter geleitet werden. Diese Behälter sollten sauber und sterilisiert sein, so dass sich der Saft lange hält. Erfahrungsgemäß kann man bei Johannisbeeren mit dieser Methode die größte Saftausbeute erzielen.

Johannisbeeren kalt entsaften

Die beiden ersten Methoden entsaften unter Einsatz von Hitze. Zwar sind diese Methoden praktisch, weisen jedoch auch einen wesentlichen Nachteil auf. Durch die Hitze können wertvolle Vitamine und Enzyme zerstört werden, so dass der Saft weniger förderlich für die Gesundheit ist. Wer darauf Wert legt, einen möglichst hohen Anteil an Vitalstoffen zu erhalten, sollte daher auf eine andere Methode des Entsaftens zurückgreifen, bei der keine Hitze entsteht.

Eine beliebte Methode zum Entsaften von Johannisbeeren und anderen Früchten ist der Zentrifugalentsafter. Modelle von unserem Entsafter Test können für die meisten Obstsorten verwendet werden und eignen sich auch für Johannisbeeren ausgezeichnet. Die gesäuberten Beeren werden gewaschen und in den Einfülltrichter gegeben. Im ersten Schritt werden die Beeren im Entsafter durch eine Reibe zerkleinert.

Anschließend wir der Saft in einer Zentrifuge von den festen Bestanteilen getrennt. Der Saft fließt in einen Auffangbehälter, während der sogenannte Trester in eine dafür vorgesehenen Behälter geleitet wird.

Zentrifugalentsafter sind oft schon recht günstig erhalten werden und sind ein ausgezeichnetes Hilfsgerät, auch wenn größere Mengen von Saft erzeugt werden sollen. Beim Kauf sollte man jedoch auf ein leistungsstarkes Modell Wert legen, so dass eine ausreichende Zentrifugalkraft vorhanden ist. So erhält man trockenen Trester und eine gute Saftausbeute.

Ein andere Methode zum Entsaften der Johannisbeeren ist der Slow Juicer. Ein solches Gerät funktioniert mit einer oder auch mit mehreren Schnecken, in denen die Beeren langsam zermahlen werden. Durch die geringe Betriebsgeschwindigkeit entsteht keine Hitze und es wird auch kein Sauerstoff unter den Saft gemischt, wie es beim Zentrifugalentsafter passieren kann. So entsteht keine Oxidation und der Saft, den man aus einem Slow Juicer gewinnt, enthält den vollen Vitalstoffgehalt der Früchte.

Bei einem Slow Juicer sollte man sich für das Entsaften Zeit nehmen, da der Prozess sehr langsam voran geht. Dafür erhält man schaumfreien, homogenen Saft, der nicht in verschiedene Lagen zerfällt, wenn er im Glas ist. Die Schnecken bewegen sich nur mit etwa 40 Umdrehungen pro Minute, so dass ein kleiner, stromsparender Motor für ein solches Gerät vollkommen ausreichend ist.

Johannisbeeren im Mixer entsaften

Wenn man keinen Entsafter besitzt, in der Küche jedoch einen Standmixer hat, so kann man auch diesen zum Entsaften der Johannisbeeren benutzen. Die Beeren werden gewaschen und entstielt und anschließen mit Wasser in den Mixerbehälter gegeben und mit möglichst hohen Umdrehungen zu Saft verarbeitet. Ein Vorteil beim Einsatz des Mixers besteht darin, dass der Saft sehr schnell zubereitet werden kann.

In vielen Haushalten entscheidet man sich heute für einen Hochleistungsmixer, der mit einer sehr hohen Umdrehungszahl arbeite. Mit einem solchen Gerät können die beliebten Smoothies hergestellt werden, bei denen Johannisbeeren für eine ausgezeichnete Geschmacksnote sorgen können. Natürlich können die Beeren auch alleine verarbeitet werden.

Johannisbeersaft verarbeiten

Säfte werden heute gerne in ihrer natürlichen Form genossen, ohne dass Zucker hinzugefügt wird. Auf diese Weise bietet auch der Johannisbeersaft eine wohlschmeckende, gesunde Alternative zu gesüßten Erfrischungsgetränken. Wer jedoch eine große Johannisbeerernte aus dem Garten hat, kann mit dem Saft auch noch andere Spezialitäten zubereiten, die eine köstliche Erweiterung des Speiseplans sind.

Dazu gehört beispielsweise das Johannisbeer-Gelee, dessen Grundlage der frische Saft ist. Dazu wird der Saft mit Gelierzucker aufgekocht und anschließend in Gläser gefüllt. Die Gläser sollten randvoll gefüllt und sofort verschlossen werden. Danach werden die Gläser auf dem Kopf auf ein feuchtes Tuch gestellt, bis sie ausgekühlt sind.

Schwarzer Johannisbeer Sirup gehört zu den Spezialitäten, die immer willkommen sind und kann auf der Grundlage von Johannisbeersaft zu Hause selbst gemacht werden. Dazu werden etwa 500 ml Saft mit 500 Gramm Zucker und einer Vanilleschote aufgekocht. Sobald der Sirup die gewünschte Konsistenz erreicht hat, kann er in Gläser gefüllt werden. Er kann für zahlreiche Getränke, aber auch als Zutat beim Backen und Kochen verwendet werden.

Fazit

Johannisbeeren sind eine Köstlichkeit, die in den Sommermonaten das Angebot von Saisonfrüchten bereichert. Die Beeren können leicht zu Saft verarbeitet werden, der wohlschmeckend und gesund ist. Der Saft dient auch als Grundlage für Gelee oder Sirup.

Zum Entsaften eignen sich unterschiedliche Methoden. Besonders, wer nur hin und wieder einige Pfund Beeren entsaftet, kann auf die herkömmliche Methode des Entsaftens im Topf zurückgreifen, oder die Johannisbeeren auch im Standmixer zu Saft pürieren.

Sollen hingegen größere Mengen von Johannisbeersaft gemacht werden, wenn man zum Beispiel eine große Ernte im Garten hat, lohnt sich die Anschaffung eines Entsafters. Bei Johannisbeeren bietet sich ein Dampfentsafter an, in dem man eine ausgezeichnete Saftausbeute erzielen kann.

Wer hingegen das Kaltpressen der Beeren bevorzugt, kann zu einem Slow Juicer greifen. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die Vitalstoffe der Beeren ausgezeichnet erhalten bleiben. So wird der Saft nicht nur zu einem Genuss für den Gaumen, sondern auch zu einer Wohltat für die Gesundheit.

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  • 5. September 2018
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